In unserer Praxis gibt es ein neues, vierbeiniges Gesicht – und es erobert gerade viele Herzen. Unser Therapiehund ist mittlerweile immer öfter mit dabei, und wir haben in den vergangenen Wochen sehr gute Erfahrungen mit ihm gesammelt. So gute, dass manche Patientinnen und Patienten ihn schon vermissen, wenn er einmal einen freien Tag hat.
In diesem Beitrag möchten wir Ihnen gern erzählen, wie unser tierischer Kollege zum Praxisalltag gehört, warum er vor allem in der Kinder-Bobath-Therapie eingesetzt wird – und wie wir dabei achtsam mit allen umgehen, auch mit denjenigen, die Hunden lieber auf Abstand begegnen.
Warum ein Therapiehund?
Ein Hund bringt etwas mit, das sich nur schwer in Worte fassen lässt: eine ruhige, zugewandte Präsenz. Für viele Menschen – und ganz besonders für Kinder – entsteht in seiner Nähe schnell ein Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit.
Gerade in der Therapie kann das wertvoll sein. Ein Hund wertet nicht, er hat keine Erwartungen, und er begegnet jedem offen. Das kann helfen, Anspannung zu lösen und eine Therapiesituation weniger wie eine „Übung“ und mehr wie ein gemeinsames Miteinander wirken zu lassen.
Tiergestützte Arbeit als Ergänzung
Wichtig ist uns: Der Therapiehund ersetzt keine fachliche Behandlung. Er ist eine Ergänzung, die unsere therapeutische Arbeit bereichert. Die Entscheidung, ihn einzubeziehen, treffen wir stets individuell und gemeinsam mit den Familien.
Schwerpunkt: Kinder-Bobath-Therapie
Primär setzen wir unseren Hund in der Kinder-Bobath-Therapie ein. Das hat einen guten Grund: Kinder lassen sich oft besonders gut von einem Tier motivieren.
Was für Erwachsene manchmal nach Anstrengung klingt, wird mit einem Hund an der Seite zum Spiel. Einige Beispiele, wie das aussehen kann:
- Ein Kind streckt sich, um dem Hund ein Leckerli zu reichen – und trainiert dabei ganz nebenbei Bewegung und Koordination.
- Gemeinsames „Spazieren“ im Therapieraum lädt zum Gehen, Balancieren und Mitmachen ein.
- Das Streicheln des Fells kann Wahrnehmung und feinmotorische Bewegungen auf angenehme Weise anregen.
- Die Freude über den tierischen Begleiter steigert oft die Bereitschaft, überhaupt aktiv zu werden.
Die Bewegungsanregungen bleiben dabei immer in den therapeutischen Rahmen eingebettet, den wir aus der Bobath-Therapie für Kinder kennen. Der Hund schafft den Rahmen, in dem Kinder gern und mit Freude mitarbeiten.
Rücksicht auf Patientinnen und Patienten mit Angst vor Hunden
So sehr wir unseren Therapiehund schätzen – wir wissen, dass nicht jeder Mensch sich in der Nähe von Hunden wohlfühlt. Manche haben Respekt, andere echte Angst, und das nehmen wir vollkommen ernst.
Deshalb gilt bei uns: Der Hund kommt nur dort zum Einsatz, wo er willkommen ist. Wenn Sie oder Ihr Kind sich mit einem Hund unwohl fühlen, sagen Sie uns das einfach – und Ihre Behandlung findet selbstverständlich ohne ihn statt. Niemand muss Bedenken haben oder sich erklären. Ihre Behandlung und Ihr Wohlbefinden stehen immer an erster Stelle.
Auch Hygiene und ein ruhiger Ablauf sind uns wichtig. Unser Hund ist an die Praxisumgebung gewöhnt und arbeitet ausschließlich dann, wenn es für alle Beteiligten passt – inklusive seiner eigenen Pausen und freien Tage.
Ein Gewinn für den Praxisalltag
Unsere bisherigen Erfahrungen bestärken uns darin, den Therapiehund weiter einzubeziehen. Er bringt Leichtigkeit in die Therapie, zaubert Kindern ein Lächeln ins Gesicht und schafft eine Atmosphäre, in der sich viele einfach gut aufgehoben fühlen.
Wenn Sie neugierig geworden sind oder Fragen zur tiergestützten Arbeit in der Kinder-Bobath-Therapie haben, sprechen Sie uns gern an. Einen Überblick über unser gesamtes Angebot finden Sie außerdem unter Leistungen.
Sie haben Fragen?
Ob mit oder ohne vierbeinige Begleitung – in der Physiopraxis in Voerde am Niederrhein beraten wir Sie gern persönlich und finden gemeinsam den Weg, der für Sie und Ihr Kind passt. Vereinbaren Sie bei Interesse einfach einen Termin – wir freuen uns auf Sie.